Bimbach/GROSSENLÜDER, 08.11.2018 – „Berufe hautnah“ heißt ein Projekt der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Großenlüder, das Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse den Einstieg in das spätere Berufsleben erleichtern möchte. Unter der Leitung von Arbeitscoach Johann Link konnten im Herbst drei Mädchen und Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren in die Aufgaben des/der Garten- & Landschaftsbauer/in hineinschnuppern und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Im Rahmen des Projekts „Berufe hautnah“ organisierte die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule mit ihrem Arbeitscoach bereits zum zweiten Mal das Projekt „Berufe hautnah“: Im Rahmen eines Betriebserkundungstags lernen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7/8 zunächst verschiedene Arbeitsbereiche eines Unternehmens kennen. Besonders interessierte Jugendliche können sich im Anschluss für einen Praxistag in dem Betrieb bewerben und arbeiten zwei Monate lang mit.


Als Partner für das Projekt konnte die Firma „Baumschule & Gartengestaltung Büchsel“ aus Großenlüder-Bimbach gewonnen werden. Eine Schülerin und zwei Schüler waren nach der Betriebsbesichtigung so begeistert, dass sie von Ende August bis Anfang November jeweils an einem Tag pro Woche entweder in der Baumschule oder im Außendienst mitarbeiteten.
Bei der abschließenden Zertifikatsübergabe reflektierten die Jugendlichen die geleisteten Tätigkeiten mit der Geschäftsinhaberin Martina Büchsel, der Klassenlehrerin Annekathrin Vollmer, dem Arbeitscoach Johann Link und Schulleiter Stephan Finke. Die Kooperation mit der Baumschule Büchsel sei laut Johann Link auch deshalb so interessant, weil in diesem Berufsbild auch eine Ausbildung bei der Grümel gGmbH möglich sei und sich eine interessante Berufsperspektive sowohl auf dem ersten wie dem zweiten Ausbildungsmarkt biete. Selbst wenn kein konkreter Berufswunsch nach den Erfahrungen im Praxistag entstehen würde, sei das Projekt „Berufe hautnah“ ein wertvoller Baustein in dem Konzept der beruflichen Orientierung der Schülerinnen und Schüler der Bodelschwingh-Schule, so Schulleiter Stephan Finke. Die Vertiefung von Ausbildungstugenden wie Ausdauer, Belastbarkeit und Teamfähigkeit könnten durch die Praxiserfahrung bereits in diesem frühen Stadium des Berufswahlprozesses ausgebildet werden. „Unser Ziel ist es, all unsere Schülerinnen und Schüler in ein geregeltes eigenfinanziertes Leben zu entlassen. Sie frühzeitig in Kontakt mit realistischen Berufsfeldern zu bringen, ist daher besonders wichtig“, so Finke.

In seinen Dankesworten richtete der Arbeitscoach abschließend noch einen Appell an die Unternehmen in der Region: „Wir hoffen, dass wir für das Projekt noch weitere Betriebe gewinnen können, die ebenfalls dringend Auszubildende suchen und die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit motivierten Schülerinnen und Schülern als Chance erkennen.“
Info
Das Konzept der Arbeitscoaches zielt darauf ab, Jugendlichen ab der siebten Klasse an Förder-, Haupt- und Realschulen in Stadt und Landkreis Fulda einen möglichst reibungslosen Übergang von der Schule in die Ausbildung zu ermöglichen. Es ist eine freiwillige Leistung des Landkreises Fulda und mittlerweile an 17 Schulen etabliert.