Vernetzen, diskutieren, voneinander profitieren, gemeinsam fördern – das sind Schlagwörter, die die Arbeitsgemeinschaft (AG) Jugendberufshilfe sehr treffend beschreiben. Diese Schwerpunkte hatte sich die AG schon mit ihrer Gründung 1999 gesetzt. Nun feiern 23 Mitglieder (s. Infokasten) Jubiläum und haben dies zum Anlass genommen, zurückzuschauen und einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Seit 20 Jahren treffen sich die Mitglieder im regelmäßigen Turnus vier Mal im Jahr. Grund genug, dieses Jubiläum auch auf die Tagesordnung des aktuellen AG-Treffens zu setzen. Sachgebietsleiterin Jugend und Beruf beim Landkreis Fulda Ilona Löwer führte durch die Sitzung, die diesmal in der Agentur für Arbeit in Fulda stattfand. Gemeinsam mit Christine Hedtke von der Fachstelle Übergang Schule-Beruf der Stadt Fulda gab sie einen kurzen Überblick über die Anfänge der AG, die sich zu Beginn noch als eher loser Arbeitskreis verstand, deren Mitglieder sich um besonders benachteiligte Jugendliche kümmerten. Daraus entwickelte sich stetig eine feste Partnerschaft, deren Anspruch immer noch der Gleiche ist – auch, wenn sich die Bedingungen geändert haben.

Vor rund 20 Jahren suchten junge Leute händeringend nach Lehrstellen, die rar gesät waren. Heute stellt sich die Situation komplett entgegengesetzt dar: Ausbildungsplätze und die Möglichkeiten der beruflichen Förderung sind in großem Maße vorhanden, es finden sich aber immer weniger Interessenten, erläutert Hedtke. Zum Einen besuchen Jugendliche heute viel länger die Schule, zum Anderen zeigen sich verstärkt mangelnde Sozialkompetenz sowie psychische Beeinträchtigungen. Dies alles sind Gründe, warum Lehrstellen unbesetzt bleiben oder Auszubildende ihre Lehre frühzeitig abbrechen. Dem entgegenzuwirken sei eine wichtige Aufgabe, erklärten auch die Teilnehmenden der Sitzung. Durch systematische Zusammenarbeit und Begleitung sollen insbesondere benachteiligte Jugendliche (z. B. mit Fluchthintergrund oder Behinderung) auf dem Weg in den Beruf und in ein selbstbestimmtes Leben begleitet werden. Sie alle können und sollen ihren Platz im Beruf finden.
Diesen Auftrag wollen die Mitglieder weiter erfüllen. Denn die Herausforderungen bleiben groß, war sich die Runde einig. Christine Hedtke appellierte an die Arbeitsgemeinschaft, die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu stärken. Denn die langjährige Erfahrung zeige deutlich: Im Verbund gelingen auch große Aufgaben.

Weitere Informationen zur  AG Jugendberufshilfe finden Sie hier www.olov-fulda.de/angebote/ag-jugendberufshilfe/